Projekt

Aktuelle Erfolgsbilanz | Nutzen | Zehn gute Gründe für Familienfreundlichkeit

“Tau – Teilzeitausbildung für junge Mütter und Väter“ wurde als JOBSTARTER – Projekt vom Bundesministerium für Bildung und Forschung und aus dem Europäischen Sozialfonds gefördert. Grundsätzliches Ziel aller JOBSTARTER – Projekte ist die Gewinnung zusätzlicher Ausbildungsplätze. Träger von „Tau“ sind die Beruflichen Fortbildungszentren der Bayerischen Wirtschaft (bfz) gGmbH am Standort Bamberg. 

 

Erfolgsbilanz

1. Fortlaufende Firmenakquisition:

Interessierte Betriebe: ca. 170

  • Mehrheitlich kleinere und mittelständige Betriebe aller Branchen

Akquirierte Ausbildungsplätze:

  • Feste Ausbildungsverträge: 30
  • In Aussicht gestellte Verträge: 4

2. Fortlaufende Beratung der jungen Eltern:

  • Interessierte Eltern in Beratung: 129
  • Davon 125 Mütter, 4 Väter

3. Förderlich für die Projektarbeit:

  • Bestehende Firmendatenbank und langjährige Kontakte zu den Firmen der Region
  • Enge Kontakte zu den Kammern
  • Gute Zusammenarbeit mit den ARGEn und den Agenturen für Arbeit
  • Nutzung und aktive Mitarbeit bestehender Netzwerke und Strukturen

4. Problematische Aspekte:

  • Firmen fragen nach finanzieller Unterstützung, die nur im Einzelfall möglich ist
  • Passgenaue Vermittlung gestaltet sich schwierig wegen fehlender oder schlechter Schulabschlüsse der jungen Eltern (besonders bei Teilzeitausbildungsstellen im Büro bzw. bei größeren Firmen).
  • Berufsschulzeit nimmt im Vergleich zur betrieblichen Ausbildung zu viel Zeit in Anspruch.
  • Schulische Ausbildung ist in Teilzeit nicht möglich.

5. Stolpersteine:

  • Fehlendes soziales Netz, dadurch sind die geforderten Arbeitszeiten oft nur schwer zu organisieren. Bei Krankheit der Kinder entsteht oft eine schwierige Situation für Auszubildende und Chef.
  • Mangelnde Mobilität, junge Eltern besitzen selten einen Führerschein bzw. ein Auto
  • Fehlen von passgenauen Kinderbetreuungsplätzen; z. T. reichen die gebuchten Kinderbetreuungsplätze nicht aus, um die geforderten Arbeitszeiten abzudecken. Dies trifft vor allem auf Ausbildungsplätze im Einzelhandel und im Gastgewerbe zu.

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Nutzen

Vorteile der Teilzeitausbildung für Betriebe:

  • Ausbildung lohnt sich, da für ein vergleichsweise geringes Entgelt eine motivierte und lernbereite Arbeitskraft zur Verfügung steht, die zum Spezialisten für den Betrieb wird.
  • Die monatliche Ausbildungsvergütung verringert sich entsprechend der verkürzten wöchentlichen Ausbildungszeit. Der Ausbildungsbetrieb hat geringere Personalkosten.
  • Ausbildungsbetrieb und Auszubildende sprechen die Arbeitszeiten individuell miteinander ab.
  • Ist Vollzeitauslastung eines Auszubildenden nicht möglich, kann ein Ausbildungsplatz in Teilzeit geschaffen werden.
  • Der Betrieb kann die Auszubildenden zeitlich seinem Bedarf entsprechend einsetzen. Auch für Betriebe, die ihre Ausbilder nur in Teilzeit beschäftigen, ist dies eine interessante Ausbildungsvariante.
  • Ein Vollzeit-Ausbildungsplatz kann durch zwei Auszubildende besetzt werden.
  • Ausbildungsplatz-Sharing erhöht die Flexibilität des Unternehmens, löst Vertretungsprobleme und kann durch die 150% Besetzung einer Stelle durch eine mögliche zeitliche Überlappung Spitzenauslastungen abdecken. Grundsätzlich reduziert es den Ausbildungsstellenmangel.
  • Junge Mütter und Väter zeigen auf Grund ihrer Elternrolle größere Reife höhere Motivation und mehr Verantwortungsbewusstsein als Vollzeitauszubildende.
  • Untersuchungen der Teilzeitausbildungsprojekte haben gezeigt: Teilzeitauszubildende fehlen nicht häufiger als andere Auszubildende, denn für die Kinderbetreuung wird ein vielschichtiges Netz aufgebaut.
  • 1999 hat eine Untersuchung gezeigt, dass 41% der weiblichen Auszubildenden ihre Ausbildung wegen Schwangerschaft unterbrechen und nur 19% die Ausbildung wieder aufnehmen. Teilzeitausbildung bietet eine sinnvolle Alternative die Ausbildung trotzdem zu beenden.
  • In der Projektphase erhält der Betrieb kostenlose Unterstützung bei der Klärung möglicher finanzieller Unterstützungen und der passgenauen Vermittlung für den Betrieb. Für alle anfallenden Fragen steht ein Ansprechpartner zur Verfügung.
  • Die Ausbildung wird während der Projektlaufzeit begleitet, dadurch kann frühzeitig Stützunterricht für Auszubildende organisiert werden.
  • Vernetzung von Betrieben, die in Teilzeit ausbilden zum Informations- und Erfahrungsaustausch.
  • Die regelmäßige Pressearbeit des Projektes kann zur eigenen Imagekampagne genutzt werden.

Und nicht zuletzt leisten Sie mit der Schaffung von Teilzeit-Ausbildungsplätzen einen wichtigen Beitrag zu einer familienfreundlichen und zukunftsorientierten Firmenpolitik.

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Zehn gute Gründe für Familienfreundlichkeit

Familienfreundlichkeit lohnt sich,

  1. weil die große Mehrzahl einen qualifizierten Beruf und ein glückliches Familienleben verbinden will.
  2. weil mehr Kinder für die Gesellschaft mehr Wachstum und Wohlstand bedeuten.
  3. weil die deutsche Wirtschaft auf das Wissen von Männern und von Frauen als wichtigste Ressource angewiesen ist.
  4. weil zufriedene Eltern in Unternehmen besser, motivierter, produktiver und konzentrierter arbeiten.
  5. weil Mütter und Väter in der Familie wichtige organisatorische und soziale Fähigkeiten auch für den Beruf erwerben.
  6. weil durch Familienfreundlichkeit gute Arbeitskräfte für Unternehmen gewonnen und im Unternehmen gehalten werden können.
  7. weil Unternehmen durch familienfreundliche Maßnahmen Vorteile und Innovationen erreichen können.
  8. weil familienfreundliche Unternehmen als attraktive und verantwortungsvolle Arbeitgeber wahrgenommen werden.
  9. weil Fortschritt auch auf den Impulsen der Nachwachsenden basiert.
  10. weil Kinder die beste Investition in die Zukunft – und für alle – sind.

(Aus: Zehn gute Gründe für Familienfreundlichkeit. Bundesministerium für Familien, Senioren, Frauen und Jugend.)
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